DER Schweizer Superheld

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Tell # 1 

Nach seiner Rückkehr aus den USA in die Schweiz hat David Boller seinen Verlag Zampano gegründet und bereits mit „Bakuba“ und „Ewiger Himmel“, was regelmäßig in der Zeitung Comix erscheint, zwei sehr unterschiedliche Projekte auf hohem Niveau veröffentlicht.

Mit Tell hat er nun einen weiteren ungewöhnlichen Titel publiziert.

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Das waren noch Zeiten

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Klassenfahrten sind gerade in der Rückschau anekdotenreich und natürlich gibt es zu einem Ereignis immer unterschiedliche Perspektiven. Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven sind wiederum geeignet, eine Legende um eine Klassenfahrt zu stricken. 

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Spannender Genre-Mix

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Kaos Moon 1 & 2

Katja Zarkov ist ein hoch begabtes Medium. gemeinsam mit ihrer Astralerscheinung Kaos Moon löst sie Kriminalfälle, die für einen normal Sterblichen unlösbar wären. Geschaffen wurde diese Figur vom Schweizer Comic-Künstler David Boller.

Katja Zakov wird von dem dubiosen Mr. Carvahlo beauftragt, einen Kristallschädel zu finden, der auf mysteriöse Art und Weise aus seinem Besitz verschwunden ist. Katja Zakov möchte diesen Auftrag zunächst nicht annehmen, aber sie lässt sich durch Jules, ihren Assistenten, schließlich doch überzeugen. Sie muss nun herausfinden, ob es sich bei dem verschwundenen Kristallschädel um ein parapsychologisches Phänomen oder um einen simplen Versicherungsbetrug handelt. 

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6 großartige Kurzgeschichten über einen fremden Kontinent

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Bakuba und andere afrikanische Geschichten

Der vorliegende Comic aus dem Hause Zampano nähert sich in sechs unterschiedlichen Geschichten dem für uns Europäer doch sehr fremden Kontinent und versucht ihn auf seine Art für uns zu erschließen.

Hierfür hat der Schweizer Künstler David Boller 5 Geschichten geschrieben und gezeichnet sowie ein afrikanisches Volksmärchen für die Neunte Kunst adaptiert. 

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Joscha Sauer ist und bleibt Lustig!

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Unglaubliche 10 Jahre besteht mittlerweile Joscha Sauers Nicht Lustig.

Zwei Jahre nach Band # 4 setzt Joscha Sauer seine „Nicht Lustig“ Serie mit dem fünften Band erfolgreich fort.

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Typische Teenagerstory

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Christoph Bachmann ist ein typischer Teenager. Die Sommerferien mag er nicht genießen, weil er weiß, dass er die 10. Klasse wiederholen muss. Seine Eltern sind geschieden, und er lebt bei seiner Mutter. Doch beide leben mehr nebeneinander her als zusammen. Seine Mutter fragt zwar immer wieder, was er getan hat und wie sein Tag war, aber ihr Interesse ist oberflächlich. Sie erwartet weder eine Antwort noch fragt sie nach, wenn ihr Christoph nicht oder nur halbherzig antwortet.

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Liebe schaut weg

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Der vorliegende Band von Line Hoven, der als Diplomarbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg entstanden ist, erzählt, wie eine Familie entsteht und betreibt so eine Art Ahnenforschung in chronologisch umgekehrter Reihenfolge. Die Beziehungen, aus denen dann Familien erwachsen, entstehen nicht einfach so beiläufig. Die Beziehungen müssen wachsen, man muss sich lieben lernen. Geschickt baut Loven das Zeitgeschehen mit ein, das logischerweise gerade in den Nachkriegsjahren nicht ohne Einfluss auf das Entstehen der Beziehungen bleiben kann.

Hoven erzählt die Stories, die sie in Kapitel aufteilt, sehr eindringlich und in der jeweiligen Muttersprache, also mal auf Deutsch, mal auf Englisch. Dabei besticht die Handlung mit ihrem intelligenten Aufbau, was den Leser jederzeit mitnimmt. Hoven bedient sich dabei der Schabkartontechnik, bei der die einzelnen Panels in Schabkarton geritzt werden und vom Künstler ein Höchstmaß an Disziplin und Sorgfalt erfordern. Wie es sich für Erinnerungen gehört, wird die Story in schwarz-weiß erzählt.

Am Ende werden  kulturelle Grenzen und auch Vorurteile überwunden, weil Liebe wegschaut.

Line Hoven signiert Liebe schaut weg am 08.10. bei uns im T 3.

Intensiv erzählte Autobiographie

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Ulli zieht mit 15 Jahren aus einem Dorf in die Großstadt Wien. Dort erliegt sie den Verlockungen der Großstadt. Partys und die Punkszene bestimmen ihren Tagesablauf.

So grenzt sich Ulli immer mehr von ihrem vorherigen Leben und damit von ihrer Familie ab. Sie lernt Edi kennen, die schon einmal versucht hat, über die grüne Grenze nach Italien zu gelangen. Doch der Versuch scheiterte. Als Bardamen versuchen sie Geld zu verdienen, um einen erneuten Anlauf nach Italien nehmen zu können.

Ulli und Edis Handlungen sind von Naivität, wie sie Teenagern nun mal eigen sind, geprägt. Naivität ist und bleibt ein roter Faden der Handlung. Sie findet im Laufe der Handlung lediglich auf anderen Ebenen statt.

Gleichzeitig atmet man als Leser förmlich die Atmosphäre der 80er Jahre, als sich Ulli als Punk plötzlich Skinheads gegenübersieht, ein. Gleichzeitig wirken Momente, in denen über Schillinge und Lire diskutiert wird, nahezu nostalgisch. Auch ein Hauch von Philosophie darf nicht fehlen, als Ulli Edi erklärt, dass sie jeden Tag angeht, als sei es ihr letzter. Diese Einstellung wurde durch den frühen Tod der kleinen Schwester ausgelöst, der sie in jungen Jahren zweifellos geprägt hat. Neben diesen völlig verschiedenen Ansätzen verfügt der vorliegende Band über einige Momente, die fast übergangslos in den Plot eingebaut sind, so das Lesegefühl intensivieren, den Leser förmlich an die Handlung fesseln und nie erlauben, unaufmerksam zu werden. Dabei vernachlässigt Ulli Lust auch nicht humoristische Anmerkungen, indem sie sich über ihre eigenen Geographiekenntnisse lustig macht. So finden Ulli und Edi, nachdem sie sich im Dunkeln durch Wald und Morast gekämpft und gewühlt haben, zufällig einen Grenzstein. Typisch für die Intensität der Erzählung, die in dieser Form wohl nur von einer Autobiographie geboten werden kann, ist, dass man als Leser förmlich das Dunkel spürt und gemeinsam mit den beiden Protagonisten durch den Wald irrt.

Edi ist eine Nymphomanin, die mit jedem ins Bett geht. 1984 war AIDS noch nicht das Thema, das es heute ist.

Ulli und Edi wollen in Italien überwintern und sich nach Sizilien durchschlagen. Sie trampen und trotz aller Sprachbarrieren, die erst am Ende des Bandes abgebaut werden, gelangen sie immer weiter nach Süden. Hierbei greift Ulli Lust auf ein interessantes Stilmittel zurück. Das für Ulli und Edi unverständliche Italienisch wird in den Sprechblasen als eine Art Wellenlinie dargestellt, deren Inhalt für den Leser ebenso nicht nachvollziehbar ist. Natürlich machen sie viele Männerbekanntschaften und machen fast genauso viele sexuelle Erfahrungen, die aber zumindest für Ulli meist negativ verlaufen. Zwischen Ulli und Edi treten erste Konflikte auf, die allein schon darauf basieren, dass Ulli aus negativen Erfahrungen Lehren zieht, während sich Edi fortwährend die Welt schön redet. Dennoch sind sie auch aufeinander angewiesen, auch wenn sich die Rollen verschieben. Edi ist zwar die ältere, aber Ulli übernimmt mehr eine Art Führungsrolle, während sich Edi gleichzeitig an Ulli anlehnt. Über Rom, wo sie eine längere und relativ unbeschwerte Zeit verbringen, erreichen sie Palermo. Dort lernen sie Andreas kennen, der ein Junkie ist, und kommen selbst in Kontakt mit Drogen. Der dubiose Francesco bringt die Gruppe auseinander und sorgt dafür, dass sie sich an einem Treffpunkt verpassen. Ratlos kehrt Ulli nach Rom zurück und hofft, dass sie dort Edi und Andreas wieder treffen kann.

Wieder in Rom lernt Ulli Dieter und Marc aus Gambia kennen. Langsam beginnt sie die ersten Brocken italienisch zu lernen. Sie merkt jedoch, dass Rom für sie allein kein sicheres Pflaster ist. Sie reist wieder nach Palermo. Ulli Lust versäumt es nicht, auch zeichnerisch darzustellen, dass es nun für Ulli ungleich schwerer ist, sich allein durchzuschlagen, obwohl sie sich die Erfahrungen von Andreas angeeignet hat. Ullis Mimik wirkt nun ernster.

Auf Sizilien wird Ulli vergewaltigt. Man kann als Leser seinen Hut nicht häufig und tief genug ziehen, dass Ulli Lust um dieses Ereignis keinen Bogen macht, sondern es zwar zeichnerisch verfremdet, aber dennoch schonungslos, schildert. Unverkennbar ist, dass eine Frau in den 80er Jahren auf Sizilien längst nicht gleichberechtigt ist und primär dafür da ist, Männern zu dienen. Ulli lernt Heinz und Frankie kennen und kommt mit Frankie zusammen. Als sie Edi und Andreas wieder trifft, macht sie mit Frankie Schluss. Edi und Andreas sind in Palermo schon so etwas wie eine Institution. Sie haben keine Angst vor der Polizei, weil sie sich des Schutzes des Capos sicher sind. So geraten sie in die Kreise der Mafia, was ihnen fast zum Verhängnis wird. Insbesondere diese Kapitel sind nicht nur besonders intensiv, sondern auch unglaublich spannend erzählt. Sie rauben dem Leser den Atem, wobei Edis scheinbar grenzenlose Naivität, zu der sich nun ein handfestes Drogenproblem gesellt, unbeschreiblich ist. Dies führt auch zur Trennung von Ulli und Edi bzw. von Andreas und Edi. Als Ulli und Andreas von der Polizei festgenommen und abgeschoben werden, erkennt Andreas, dass auf die Mafia nun wohl schwerere Zeiten zukommen werden. In Rom geht Ulli zur österreichischen Botschaft. Dort erfährt sie, dass sie ihre Eltern als vermisst gemeldet haben und sie polizeilich gesucht wird. Dies wird ihr erst in diesem Moment auch bewusst.

Ulli und Andreas sind unfreiwillig Zeuge eines historischen Ereignisses geworden. Die Vormachtstellung der Mafia auf Sizilien beginnt zu bröckeln.

Mit Ende des Comics legt Ulli Lust noch einmal an Intensität zu, auch wenn das unglaublich erscheint. Sie fällt förmlich aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie polizeilich gesucht wird und insbesondere, warum sie gesucht wird. Die Rückkehr ins Elternhaus zeigt, dass sie wohl einige Zeit gebraucht hat, um wieder in ein anderes Leben zurückzukehren. Dies veranschaulicht Ulli Lust mit einem einzigen Panel, als sie Ulli nicht im Bett, sondern auf dem Boden schlafen lässt.

Dass Ulli Lust ihre Zeit in Italien so schildert, nötigt ihren Lesern jeden Respekt ab, denn sie tut dies schonungslos und jederzeit ohne Rücksicht auf ihre eigene Person. Bei dieser Schonungslosigkeit verwundert es nicht weiter, dass Ulli Lust Edis wirklichen Namen nicht enthüllt. Diese Graphic Novel ist eine Bereicherung für die Comicwelt und zeigt, dass Comics heute erwachsener sind denn je. Nicht umsonst hat Ulli Lust für Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens den Publikumspreis beim diesjährigen Comic-Salon in Erlangen gewonnen.

Kurz Beleuchtet

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In der bunten Alben-Welt hat es in letzter Zeit so viele Premieren gegeben, dass es sich lohnt, diese mal näher zu betrachten. 

Andy Morgan # 1, Kult-Editionen, HC, 56 Seiten, € 15,95 

Andy Morgan 1

Die im neuen Gewand gestartete Werksausgabe der Kult-Serie hat die beiden Stories „Die Piraten von Lokaja „und „General“ Satan zum Inhalt.

Dies ist die Geburtsstunde eines Klassikers des Abenteuer-Comics von Hermann & Greg. Der Band weiß darüber hinaus auch mit viel Wissenswertem über diese Serie zu gefallen.

Arawn ‚ 1 und # 2, Splitter, HC, je 48 Seiten, € 13,80  

Arawn 2

Eine Kriegerin zeugt mit einem Krieger zwei Söhne. Als er umgebracht wird, zeugt sie mit einem weiteren Krieger erneut zwei Söhne. Es wird prophezeit, dass sich diese vier Söhne untereinander bekriegen werden. Die Kriegerin hofft, diese Prophezeiung zu umgehen, indem sie einen der Söhne als Säugling verstößt, aber er wird von einer Wölfin groß gezogen.

Später erobern sich die Söhne ihre Königreiche. Dabei geht Arawn, der einst verstoßene Sohn, besonders entschlossen vor. 

Diese epische und nicht gerade zimperliche Erzählung ist spannend. Besonders auffallend ist der dynamische Zeichenstil. Als Leser darf man gespannt sein, ob und wie sich die Prophezeiung erfüllen wird. 

O’Boys # 1, Ehapa, HC, 64 Seiten, € 13,95 

Ein Vater, der Trinker und Alkoholschmuggler ist, misshandelt seine Söhne regelmäßig. Bei einem seiner Saufgelage kommt der Vater scheinbar um. Dies nutzt der ältere Sohn zur Flucht, auf der auch er vermeintlich umkommt. Der jüngere Sohn wird adoptiert, aber er sucht immer wieder seine Freiheit. Ihn zieht es zu den farbigen Arbeitern und ihrer Musik.

Diese Story ist von Tom Sawyer mit einem Touch Onkel Toms Hütte inspiriert. Ferner beeindruckt dieses Südstaaten-Epos mit einigen Nebenplots, die einige überraschende Wendungen aufweisen und so die Haupthandlung immer wieder in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Bravesland # 1, Splitter, HC, € 13,80, 48 Seiten 

Constant, ein Arkadier, flieht in den Wirren des Englisch-Französischen Krieges vor der englischen Armee, um von der französischen Armee zunächst gefangen und dann zwangsverpflichtet zu werden. Dort freundet er sich mit einem Indianer an und wird als Späher eingesetzt. Als sie verbotenes Land der Indianer betreten, werden sie eindringlich gewarnt, aber der Kommandant ihres Trupps schlägt die Warnungen in den Wind. 

Vor dem historischem Hintergrund des Englisch -Französischen Krieges in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts spielt dieser Western-Fantasy-Mix. Spannend erzählt beeindruckt der vorliegende Band mit wunderschönem Artwork. 

Heiligtum # 1, Splitter, HC, € 13,80, 48 Seiten 

Die USS Nebraska, eines der modernsten U-Boote der Welt, bricht zu einer geheimnisvollen Erkundungsmission auf. Sie finden ein altes russisches U-Boot am Meeresgrund. Dieses U-Boot hat offiziell nie existiert. Als sie dann noch eine untergegangene Stadt finden und ein Erkundungsteam nicht zurückkehrt, ahnt die Besatzung, dass hinter ihrer Mission mehr steckt als sie vorher geahnt haben. 

Wer eine spannende SciFi-Serie vermisst hat, wird mit dieser Serie glücklich werden. Bemerkenswert ist auch hier das Artwork, das eindrucksvoll die beklemmende Atmosphäre in einem U-Boot und die beeindruckende Unterwasserwelt einfängt und zu einem Hauptbestandteil des Plots werden lässt.

Der schreckliche Papst # 1, Splitter, HC, € 13,80, 48 Seiten 

Mit Mord, Intrigen und Korruption erlangt Kardinal Giuliano Della Reverve das Amt des Papstes. Diese Position verteidigt er ebenso gewalttätig wie er sie sich „erarbeitet“ hat. 

Der chilenische Superstar Jodorowsky beschreibt gekonnt die mafiösen Zustände innerhalb der katholischen Kirche während der Renaissance. Ob Mord, Erpressung, Habsucht oder Begierde – der neue Papst lässt auf seinem Weg nach oben keine Sünde aus. 

Gefährten der Dämmerung # 1, Splitter, HC, € 14,80, 55 Seiten 

Ein Ritter, ein Mädchen und ein Ire werden zufällig zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengeschweißt. Gemeinsam suchen sie die Schwarze Kraft, die letzte der drei großen Mächte, die die Welt erschaffen haben. 

Nach Reisende im Wind veröffentlicht Splitter die zweite Serie von Bourgeon. Die vorliegende Story brilliert mit viel Ironie, Wortwitz und Spannung in einer Welt von Kobolden und Fabelwesen. 

Maries Drachen # 1, Splitter, HC, € 13,80, 48 Seiten 

Maries Drachen 1

Gemäß der Tradition ihrer Ahnen geht Marie an ihrem 12. Geburtstag in den Wald, um zu jagen. Sie erlegt einen Wolf. Als sie zurückkehrt, wurde ihre Familie getötet, die Überlebenden wurden verschleppt. Marie wird zu einer Schaukämpferin. Diese Kämpfe bestreitet sie mit ihrem Partner, William. Nach einem dieser Kämpfe erhält sie einen mysteriösen Auftrag. 

Mit dieser Serie veröffentlicht Splitter nach Die Legende der Drachenritter und Das verlorene Paradies einen weiteren Titel des Erfolgsautorenduos Ange. In einer Welt voller Machtspiele und Intrigen müssen sich William und Marie behaupten. Dabei stoßen sie immer wieder auf Hinweise, die auf die Existenz einer Parallelwelt deuten lassen, zu der Marie in irgendeiner Verbindung steht. 

D # 1, Splitter, HC, € 13,80, 62 Seiten 

D 1

Drake, ein Abenteurer, sucht in London Clubs und Empfänge auf. Dort betört er die Frauenwelt. Dabei lernt er eine Lady kennen und lieben, an der aber auch der geheimnisvolle Lord Faureston interessiert ist. Drake trifft auf Mr. Jones, der sich als Vampirjäger ausgibt. Zunächst ist Drake hierüber amüsiert, aber er muss erkennen, dass die Welt nicht so ist wie er glaubt.

Neben einer herrlichen Parodie auf den oberflächlichen und egozentrischen Adel Londons lehnt sich diese Story bewusst und gekonnt an Bram Stokers Dracula an. Besonders beeindruckend ist die atmosphärische Dichte dieser Story.

Cap Horn # 1 und # 2, Zack Edition, HC, € 14,95, je 56 Seiten 

Cap Horn 2

Drei Goldsucher befinden sich auf der Flucht. Einer von ihnen hintergeht seine Partner und flieht allein mit ihrem Fund, während einer angeschossen wird. Dank eines Skippers können aber die verbliebenen Beiden entkommen. Sie erreichen eine Missionarsstation, in der ihnen geholfen wird. Von dem dort anwesenden Militär werden sie argwöhnisch beobachtet. 

Orth, einer der Goldsucher, will Hilfe mit einem Dampfschiff herbeiholen, um das Leben seines Partners zu retten. Doch der Dampfer explodiert und nur mit Glück kann er sich, Bridges und Anna, die Tochter des Missionars, auf eine Insel retten. Dort wird Anna von den Eingeborenen geholfen. Auf der Suche nach Feuerholz verschwindet Bridges spurlos. Derweil wird die Mission von einer Marionette des Militärs übernommen und Orth nach seiner Rückkehr verhaftet. 

Die vorliegende Serie, von der bereits zwei Bände vorliegen, ist im besten Sinne klassisch erzählt und weist viele Subplots auf. Noch ist offen, wie diese zusammengeführt bzw. die Haupthandlung beeinflussen werden. Die Charaktere werden sorgsam entwickelt, was einen Großteil der Spannung ausmacht, weil fast jeder Hauptcharakter ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit mit sich trägt.

Der zweite Band verfeinert die Strukturen der Premiere und nähert erste Subplots behutsam aneinander an.

Kurz Beleuchtet

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Kurz Beleuchtet – Neues aus der Albenwelt 

In den letzten Wochen wurden einige Serien der franko-belgischen Kunst fortgesetzt. Eine Auswahl hiervon möchten wir gerne kurz vorstellen. 

Lady S. # 2, Zack-Edition, HC, 48 Seiten, € 13,95  

Van Hamme setzt mit diesem Band seine spannende Agenten- und Diplomatenserie fort und geht auch ein wenig auf die Vergangenheit von Suzan bzw. Shania ein.

Götterdämmerung # 1, Splitter-Verlag, HC, 54 Seiten, € 13,80 

Spektakuläre Fortsetzung der # 0!

Vor einem drohenden Ragnarök versucht Wotan den Fluch der Nibelungen abzuwenden. In den Vordergrund gestellt, wird allerdings die Geschichte um Siegfried und Sieglinde.

Die vorliegende Story hält sich eng an die Vorgaben des Originals. 

Storm # 14, Splitter-Verlag, HC, 63 Seiten mit Druck, € 15,80 

Storm befindet sich auf der Flucht vor Morduk, dem religiösen Führer Pandarves. Auf seiner Flucht gerät er zwischen alle Fronten. 

Bereits bei # 14 angekommen ist die Collectors’ Edition und liefert nach wie vor brillante Unterhaltung. Besonders empfehlenswert ist das Zusatzmaterial. 

Kreuzzug # 4, Splitter-Verlag, HC, 52 Seiten, € 13,80 

Gunther von Flandern will in einer Welt von Intrigen, Rachegelüsten und Kriegshetze Blutvergießen verhindern. 

Der vorliegende Abschlussband brilliert mit einem überraschend geradlinigen Erzählstil. Deffaux und Xavier geben mit diesem Band erst preis, was sie eigentlich erzählen wollen und überraschen ihre Leser. 

Comanche # 5, Splitter-Verlag, HC, 63 Seiten mit Druck, € 15,80 

Red Dust hat Dobs zur Strecke gebracht. Nach 20 Monaten wird er auf Bewährung entlassen und kehrt zur Tripple 6 zurück. Dort trifft er auf Shotgun Marlowe, einem Gegenspieler, der Dobs bei weitem in den Schatten stellt. 

Kann ein vom Gefängnisaufenthalt sichtlich gezeichneter und fast schon gebrochener Red Dust Shotgun Marlowe stoppen? Für einen Western liefern das Erfolgsduo Greg & Hermann eine ungemein tiefgründige und psychologische Story ab.

Einhorn # 3, Splitter-Verlag, HC, 63 Seiten, € 13,80 

Der vorliegende Teil liefert nähere Erklärungen über die Miasma und die Primordiale. Können Ambros und Paracelcius bei ihren Recherchen überleben? 

Atmosphärisch dicht erzählt vor der atemberaubenden Kulisse Venedigs kann sich der Leser auf eine spannende Fortsetzung freuen. Bezüge dieser Story zur Gegenwart werden spätestens mit diesem Teil offenkundig.