Mal zur Unterhaltung zwischendurch eine alphabetische Liste meiner Lieblingstitel der letzten 2-3 Jahre, die man durchaus als Graphic Novel bezeichnen kann. Es sind alles in sich abgeschlossene und äußerst lesenswerte Titel, kurz und knapp vorgestellt.
– Aufzeichnungen aus Birma von Guy Delisle (Reprodukt)
Wieder eine Reportage aus einer asiatischen Diktatur, diesmal ein bißchen persönlicher im Ton. Und spannend wie der beste Krimi.
– Bäche und Flüsse von Pascal Rabaté (Reprodukt)
Ein Comic übers Altwerden, wie man es sich erhofft.
Märchenhaft in Bild und Text.
– Ein neues Land von Shaun Tan (Carlsen)
Ein Comic über einen Emigranten, der sinnigerweise ganz auf den Text verzichtet.
Unglaublich tolle Grafik!
– Jenseits von Kerascoët & Fabien (Reprodukt)
Selten haben Grafik und Inhalt so gegensätzlich ausgesehen.
Ein wirklich fieses kleines Meisterwerk.
– Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen von Émile Bravo & Jean Regnau (Carlsen)
Bravo hat nicht nur den besten Spirou seit Jahren abgeliefert, sondern schafft es in diesem Band die Kinderperspektive so meisterhaft einzufangen, wie einst „Der kleine Nick“.
– Mit fremder Feder von Patrice Lebeault (Finix Comics)
Eine sehr gelungene und feine Hommage an Groschen- & Fortsetzungsromane des 19. Jahrhunderts.
– Olaf G. von Lars Fiske & Steffen Kverneland (Avant)
Nicht nur eine Biografie von „Simplicissimus“-Zeichner Olaf Gulbransson, sondern auch ein Reisebericht zweier Norweger in Deutschland, ein Bilderbuch und vieles mehr.
Zeigt, was mit dem Medium Comic alles möglich ist.
– Sonnenfinsternis von Fane & Jim (Splitter)
Spritzige Komödie über Enddreissiger, ihre Beziehungsprobleme und Lebenslügen.
Äußerst unterhaltsam!
– The Surrogates von Robert Venditti & Brett Weldele (Cross Cult)
Eine düstere Zukunftsvision, toll erzählt, grafisch brillant umgesetzt und opulent ausgestattet.
– Tamara Drewe von Posy Simmonds (Reprodukt)
Simmonds hat ihre eigene Form der Graphic Novel entwickelt. Mit vielen zusätzlichen Texten und modernen Medieneinsprengseln, das macht das Leseerlebnis aber nur intensiver.