Sensationeller Abschluss

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Kick Ass 2 Cover

Kick Ass # 2 

Mit Red Mist taucht plötzlich ein zweiter Superheld auf. Da er einige Erfolge zu verzeichnen hat, läuft er Kick Ass rasch den Rang ab. Dennoch bietet er Kick Ass ein Team Up an. Sie treffen sich und freunden sich ein wenig an.

It-Girl und Big Daddy beziehen Kick Ass in ihren Angriffsplan auf das Penthouse des Mafia-Bosses mit ein. Widerwillig stimmt Kick Ass zu. Der Angriff selbst läuft alles Andere als geplant.

Den ironischen Tonfall der Story, den Millar schon in den ersten vier Teilen geprägt hatte, prägt er mit dem vorliegenden Band weiter aus. Allein die Origin, die jede Superheldenstory benötigt, bricht mit allen Regeln des Genres. Big Daddy ist nicht etwa ein Mann, der von einem schlechten Gewissen oder von Rachegedanken angetrieben wird. Nein, die Antwort ist so banal, dass dem Leser das Lachen im Hale stecken bleiben wird. Und genau deswegen werde ich an dieser Stelle das große Geheimnis von Big Daddy nicht verraten. Es würde dem Leser einfach zu viel Spaß nehmen. So viel sei aber dich verraten, mit dieser Origin entmystifiziert Millar einmal mehr eine eiserne Regel des Genres, wie er das schon erfolgreich bei den Ultimativen getan hat.

Wunderbar geschildert ist auch Kick Ass’ gekränkte Eitelkeit, als mit Red Mist ein zweiter Superheld förmlich aus dem Nichts auftaucht und ihm auch noch die Show stiehlt, so dass auch seine Freunde, die seine Geheimidentität nicht kennen, auf die Seite des Newcomers Red Mist schwenken. So ist es auch die Angst um seine Geheimidentität, die Kick Ass zähneknirschend zustimmen lässt, am Angriff auf das Penthouse der Mafia teilzunehmen. Die Angst um den Verlust der Geheimidentität ist natürlich stark an Peter Parker angelehnt, obwohl er sich dann wieder fast schon schizophren verhält, als er im Dunkeln und nahezu unerkannt Katie gesteht, dass er nicht schwul und gleichzeitig Kick Ass ist.

Doch Millar versteht es nicht nur eine Geschichte um einen „Möchtegern“ Superhelden zu erzählen, sondern versieht seine Story auch mit einigen Nebensträngen, die dann wiederum den Hauptplot prägen. Dave geht so in seinem Superheldenleben auf, dass ihn die typischen Alltagssorgen eines Teenagers nicht mehr interessieren und er sich so von seinen Freunden mehr und mehr entfremdet. Höchst amüsant ist auch seine Reaktion, als er seinen Vater in Flagranti mit seiner Freundin erwischt.

So werden auch oder besser gerade die Besucher des Kinofilms noch die eine oder andere Überraschung erleben, denn gerade diese vier Teile unterscheiden sich doch sehr vom Drehbuch des Kinofilms. Und ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass die Comicvorlage ironischer, stellenweise zynisch ist und dass das Filmdrehbuch massenkompatibel angepasst und geschrieben wurde.

John Romita, jr Stil passt natürlich zu Millars Handlung. Mit Klaus Janson wurde ihm einer der besten Inker der Welt an die Seite gestellt. Dass sein Stil etwas zackiger wird, lässt die Panels noch dynamischer erscheinen und verstärkt den Eindruck, dass Skript und Zeichnung eine wunderbare Symbiose ergeben, so wie es ein guter Comic einfach benötigt.

Das Ende des Comics wie auch des Films lässt eine Fortsetzung zu und ich wette, dass dies angesichts des Erfolgs auch geschehen wird.

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